Hauptinhalt

Erneuerbare Energien und Technologien

Auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft spielen Sonne, Wind und Co. eine zentrale Rolle.

Der Klimawandel und die Erderwärmung sind für immer mehr Menschen auch in Sachsen spürbar. Um ihm zu begegnen, setzen wir auf einen schrittweisen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dazu gehören Wind- und Sonnenenergie, ⁠Biomasse⁠, Geothermie und Wasserkraft.

Das Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2021 (EKP) sieht in den kommenden Jahren vor allem einen Ausbau von Wind- und Solarenergie vor. Neben dem Strombereich werden wir aber auch die Sektoren Wärme/Kälte und Mobilität anpassen und im Sinne des Umweltschutzes zukunftsfähig aufstellen müssen.

Welche Potenziale die einzelnen Erneuerbaren Energiequellen dazu bieten, erfahren Sie in nachfolgender Studie der Sächsischen Energieagentur SAENA GmbH:

Windenergie

Das Bild zeigt eine Windkraftanlage © SMEKUL/Jan Oelker

Windenergie an Land stellt derzeit unter den Erneuerbaren Energien eine der kostengünstigsten Technologien zur Stromerzeugung dar. Vor allem in Sachsen wird Windenergie in den kommenden Jahren eine große Bedeutung haben. Die sächsische Staatsregierung unterstützt den Ausbau mit einer Reihe an Maßnahmen. Zentral dabei ist das EKP 2021 – mit Ausbauzielen für Windenergie bis zum Jahr 2024. 

Um die Belange des Artenschutzes in Planungs- und Zulassungsverfahren von Windenergieanlagen in fachlich angemessener Weise und rechtssicher zu berücksichtigen und zugleich den Ausbau der Windenergie möglichst konfliktfrei zu realisieren, wurde vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft ein Leitfaden Vogelschutz an Windenergieanlagen im Freistaat Sachsen erarbeitet. Ein weiterer Leitfaden mit Hinweisen zum Schutz von Fledermäusen wird derzeit noch erstellt.

Solarenergie

Das Bild zeigt eine Solaranlage an einer Flächenfassade eines Gebäudes. © SMEKUL/ Jan Oelker

Solarenergie nutzt die Sonne als größte, unerschöpfliche Energiequelle. Sonnenenergie kann zur Stromerzeugung (= Photovoltaik) oder zur Wärmeerzeugung (= Solarthermie) genutzt werden. 

Aufgrund des guten Sonneneinstrahlungspotentials in Sachsen ist die Sonnenenergie, neben der Windenergie, ein zentraler Baustein bei der Umstellung auf eine moderne Energieversorgung. 
 

Bioenergie

Das Bild zeigt eine Biogasanlage. © SMEKUL/ Jan Oelker

Biomasse ist ein wichtiger und vielseitiger erneuerbarer Energieträger. Diese wird in fester, flüssiger und gasförmiger Form zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt. Als Biomasse werden Stoffe bezeichnet, die einen pflanzlichen oder tierischen Ursprung haben, also organisch sind. 

Neben der Erzeugung von Strom aus Windenergie ist die Stromgewinnung aus Biomasse eine wesentliche Säule der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Sachsen. Dabei leisten Biogasanlagen und Holzheizkraftwerke den größten Beitrag in diesem Bereich.

Wasserkraft

Das Bild zeigt eine Wasserkraftanlage in einem Fließgewässer. © SMEKUL/ Jan Oelker

Die Anzahl der Wasserkraftanlagen ist in den vergangenen zehn Jahren in Sachsen nur leicht gestiegen. Die installierte Leistung blieb dabei nahezu konstant. 

Beim weiteren Ausbau der Wasserkraftnutzung sind die Zielsetzungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu beachten, die auch eine bessere Durchgängigkeit von Gewässern beinhalten. Deshalb ist davon auszugehen, dass nur ein sehr begrenzter Zubau an Wasserkraftanlagen erfolgen kann.

Geothermie

Geothermie bezeichnet sowohl die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie als auch die ingenieurtechnische Nutzung. Geothermie kann zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Man unterscheidet je nach Tiefe der Bohrung oberflächennahe (i.d.R. Wärmepumpen) sowie tiefe Geothermie (Geothermiekraftwerke).

zurück zum Seitenanfang